Energieeffizienzklasse

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Wer ein Elektrogroßgerät kauft, dem fällt oft ein Label auf, das am Gerät angebracht ist. Es ist ein Standard-Hinweis, das die Europäische Union beschlossen hat und gibt über den Energieverbrauch Aufschluss.

Die Idee hinter diesem Energielabel ist, das so der Verkauf von energiesparenden Geräten gefördert wird und die Händler darum vorrangig solche Produkte herstellen. Dem Kunden wird der Überblick erleichtert, schon dadurch, dass auf dem Label auch eine farbliche Skala angebracht ist.

Hier geht es um den Stromverbrauch. Die beste Effizienzklasse ist grün gekennzeichnet, dann gehen die Farben in Abstufungen bis zur roten und damit schlechtesten Klasse hinunter, in der am meisten Strom verbraucht wird. Im Falle von Kühlschränken ist auf dem Hinweisschild der Verbrauch in kWh auf das Jahr gesehen angegeben.

Ebenfalls vermerkt ist der Nutzinhalt des Kühlschranks in Litern. Dies gilt nur für die Kühleinheit ohne eine zusätzliche Gefriereinheit. Ist eine solche vorhanden, wird deren Nutzinhalt gesondert angegeben. Hinzu kommt noch ein Vermerk für die Lautstärke des Geräts in Dezibel.

Größenklassen und Referenzgeräte

energieeffizienzklasse-eu-labelJe nach Gerät wird die Effiziensklasse über die Einteilung von Größenklassen ermittelt.

Beim Einbaukühlschrank richtet sie sich am Rauminhalt aus. Das Gerät wird dann jeweils einer bestimmten Energieeffiziensklasse zugeordnet, indem die Abweichung des wirklichen Energieverbrauchs dem Referenzwert der jeweiligen Größenklasse gegenübergestellt wird. Hierzu wird ein Referenzgerät fiktiver Art herangezogen. Mit diesem werden nun alle Kühlgeräte verglichen.
Sie verbrauchen in der Regel wesentlich weniger Energie, als der Referenzkühlschrank. Diese Abweichung ist dann der Energieeffiziensindex. Das Kühlgerät ist umso effektiver, je geringer dieser Index ausfällt.

Die Index-Bereiche ergeben dann, entsprechend zusammengefasst, die diversen Energieeffiziensklassen. Ab 1994 gab es die Effizienzklassen von A bis G. Nach einer Änderung im Jahr 2003 erfolgte 2010 eine weitere Änderung.

Seither ist die beste Klasse A+++, während die schlechteste Klasse nunmehr bei D liegt. Die Geräte der Klassen E bis G dürfen seit der Änderung nicht mehr vertrieben werden.

Übersicht der prozentualen Energieersparnis in den Energieeffizienzklassen

Energieeffizienzklasse Prozentuale Abweichung zum Energieverbrauch des Referenzgerätes:

Energieeffizienzklasse Energieeffizienzindex EEI* Durschschnittliche Einsparung gegenüber Effizienzklasse A
A+++ EEI < 22 60%
A++ 22 <= EEI < 33 40%
A+ 33 <= EEI < 44 20%
A 44 <= EEI < 55
B 55 <= EEI < 75
C 75 <= EEI < 95
D 95 <= EEI < 110
* = EEI: Der Energieeffizienzindex wird relativ komplex berechnet. Wichtige Faktoren sind der Energieverbrauch, das Nutzvolumen der verschiedenen Fächer und deren Temperatur sowie ein Korrekturfaktor.

Das neue Maß der Dinge in der Energieeffizienz

Durchschnittlich liegt der Verbrauch von Kühlschränken bei 350 bis 400 kW im Jahr. Die Klasse A war lange das Maß der Dinge. Wer heute zu einem A++ Kühlgerät greift, kann hingegen gegenüber den Klassen A oder A++ gut die Hälfte an Kosten und Energie einsparen, denn die sparsamsten Modelle der A++ Klasse kommen mit rund 200 kW aus. A+++ bedeutet im Vergleich zur Klasse A sogar eine 60 – 70 prozentige Ersparnis an Energie.

Bei A+ sind es im Gegensatz zu Kühlgeräten mit einem einer Einstufung in die Effizienzklasse A auch noch 20 Prozent Unterschied. Vergleiche der am Kühlschrank angebrachten Etikette verdeutlichen dem Kunden die Unterschiede.

Tatsächliche Verbrauchswerte beachten

Für die Beurteilung des Energieverbrauchs eignet sich die Energieeffizienzklasse gut, aber begrenzt. Verbraucher, die sich die Mühe machen, die tatsächlichen Verbrauchswerte von Geräten, die zur Auswahl stehen, miteinander zu vergleichen, stehen auf der sicheren Seite. Die Verbrauchswerte befinden sich ebenfalls auf dem Energielabel. Des Weiteren gibt es weitere Faktoren, die Einfluss auf den Energieverbrauch eines Kühlschrankes haben: Kühlvolumen und Größe des Gefrierfaches. Eine erwachsene Person benötigt einen Kühlschrank mit einem Kühlvolumen zwischen 50 bis 60 Litern. Das bedeutet, für einen Zweipersonen-Haushalt reicht ein Kühlvolumen von 120 Litern aus. Grundsätzlich gilt: Kühlschränke der besten Energieeffizienzklasse (A+++) sind der Anschaffung etwas teurer als Geräte der unteren Klassen. Durch den niedrigen Energieverbrauch sparen sie langfristig Geld und schonen die Umwelt. Des Weiteren gilt: Der tatsächliche Energieverbrauch kann innerhalb einer Energieklasse abweichen. Deswegen sollten Verbraucher ein Auge auf den tatsächlichen Verbrauchswert richten.

Doch sollte man zusätzlich zur Effizienzklasse auch auf die richtige Größe des eigenen Kühlschranks achten. Ein überdimensioniertes Gerät verbraucht, unabhängig von seiner Einstufung, zu viel Energie.

Gute 50 Liter Volumen reichen pro Person. So kann man Geld sparen und die Umwelt schonen.

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