Kühlschrank-Pflege

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Wenn Geräte nicht ordentlich gepflegt werden, quittieren sie mitunter früher den Dienst. Dann kann es teuer werden, denn Großgeräte wie der Kühlschrank haben ihren Preis.

Darum ist es sinnvoll, ein solches Gerät gut zu pflegen, um ihm eine lange Lebensdauer zu ermöglichen – und sich selbst Ärger und unnötige Ausgaben zu ersparen.

Staub und Dreck – die Feinde der Luftzirkulation

So wie bei einer Waschmaschine das Flusensieb von Zeit zu Zeit gereinigt werden muss, gibt es auch bei Kühlschränken ein Lüftungsgitter, das gelegentlich abgestaubt werden sollte. Sind die Schlitze der Gitter durch Staub und Dreck verstopft, funktioniert die Luftzirkulation nicht mehr. Die Wärme staut sich dann auf, was automatisch den Energieverbrauch erhöht.

Allerdings ist bei einem eingebauten Kühlgerät eine Selbstreinigung der Lüftungsgitter unmöglich.

Eisbildung am Verdampfer vermeiden

Kühl- und Gefriergeräte leiden am meisten unter einer Eisbildung, die am Verdampfer des Gerätes vorkommen kann. Wenn die warme Luft aus dem Zimmer beim Öffnen der Kühlschranktür ins Gerät kommt, bringt sie Feuchtigkeit mit sich. Dieser kondensiert dann am Verdampfer, was zu Kondensation führt.

Die Reifschicht wird dabei kontinuierlich dicker. Schließen die Scharniere oder Dichtungen der Türen nicht richtig, geht dieser Vorgang noch schneller vor sich.

Im Regelfall tauen die meisten Kühlgeräte allerdings von selber ab, während der Kompressor pausiert. Dafür ist eine Abtauheizung zuständig. Damit das Tauwasser ablaufen kann, muss allerdings für ein freies Ablaufrohr gesorgt werden. Es sitzt in der Regel unten in der Rückwand des Kühlschranks. Um eine Verstopfung zu vermeiden, kann eine kleine Bürste genutzt werden. Oftmals wird diese mit dem Gerät angeliefert.

Bei einem Gerät, das nicht von selber abtaut, hilft innerhalb des Eisfachs oder Gefriergeräts gewöhnliches Haushaltssalz weiter. Haben sich harte Krusten aus Eis im Gefrierfach gebildet, streut man das Salz einfach auf diese Eiskruste. Während der Einwirkzeit dringt das Salz in die Kruste ein und löst sie.

Auch dickere Schichten aus Eis lassen sich so kurz nach der Behandlung mit Salz bereits mittels eines Schabers ablösen. Abtauen sollte man das Gerät ein oder zwei Mal im Jahr.

Die Eisschicht sollte spätestens dann abgetragen werden, wenn sie eine Dicke von 3 oder 4 mm erreicht hat.

Gründliche Reinigung mit akribischer Überprüfung

Wer selber abtauen möchte, sollte das Gerät grundsätzlich abstellen und alle Waren aus dem Inneren entfernen.

Eine Schüssel voller heißem Wasser hilft, bei einem Gefrierkühler das Abtauen zu beschleunigen. Danach wird das Gerät mit einem feuchten Lappen ausgeputzt. Hierzu eignet sich am besten Essigwasser, um Bakterien und Keime zu entfernen.

Wenn alles ordentlich trockengerieben wurde, sollte man die Türdichtungen reinigen. Hierfür reicht lauwarmes Wasser. Die Fugen sollten dabei ebenfalls gründlich gereinigt werden.

Sind Dichtungen eingerissen oder schließen nicht mehr korrekt, müssen diese rasch ausgetauscht werden. Testen lässt sich dies mit einem Blatt Papier oder, indem eine leuchtende Taschenlampe in den Innenraum des Kühlschranks gelegt wird. In einem dunklen Raum erkennt man dann von außen direkt, ob irgendwo Licht durchscheint.

Wenn die Klappe des Gefrierfachs nicht richtig schließt, kann dies ebenso zu höheren Energiekosten führen, wie ein defekter Schalter an der Tür. Dann erlischt die Lampe im Kühlschrank nicht und verschleißt beim Brennen unnütz Energie.

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